Plattdeutscher Abend am 4. Juni 2018

Plattdeutscher Abend
    Montag, 4. Juni 2018 – 19°° Uhr                     Eintritt frei   – 
„Der Hut geht rum“
    Amtshaus Moisburg  / Auf dem Damm 5 / 21647  Moisburg

Petra Wede:
„Wat mi so in de Mööt kümmt“
           Die Verwaltungsangestellte Petra Wede aus Seedorf (Schleswig-Holstein) plappert Plattdeutsch seit dem 15.Lebensjahr. Heute gibt sie u.a. Plattdeutschunterricht.  Bekannt geworden ist Petra Wede durch die Sendung „Hör mal ´n beten to“ des NDR.  „Wat mi so in de Mööt kümmt“  antwortet sie, wenn sie gefragt wird, woher sie ihre Geschichten nimmt. Sie verarbeitet ganz Alltägliches, selbst Erlebtes, aber auch völlig frei Erfundenes. Sie erzählt mal nach- denklich, mal traurig und mal lustig. Dazu meint sie: „Platt ist eine Alltagssprache und taugt viel mehr als nur zum Döntjes erzählen.“   

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Plattdeutsche Abende 2018

*   Mittwoch, 3. Januar 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Deutsches Haus“ / An der Kreisstr. 29 / 21279 Appel (Hollenstedt)
Günter Sepp aus Wistedt hat plattdeutsche Erzählungen auf Lager
 *  Mittwoch, 7. Februar 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Ferien auf der Heid“/ Karlsteinweg 45-47 / 21279 Eversen-Heide
Frauke Petershagen aus Jesteburg liest aus eigenen Werken
*   Montag, 5. März 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Hollenstedter Hof“Am Markt 1  /  21279 Hollenstedt
Peter Paulsen aus Lauenburg: Allens wat tellt is Leeven – Geschichten und Lieder
*   Mittwoch, 4. April 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Emmen /  Koppelweg 2  /  21279 Hollenstedt (Emmen)
Heinz Tiekötter und Gerd Pillip: De Tallymann vertellt un Gerd singt
 *  Mittwoch, 2. Mai 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Appelbeck am See“/ Appelbeck 14 /21279 Hollenstedt (Appelbeck)
H. Evers und H. Dreckmann:  Heiner und Heiner erzählen und singen
*  Montag, 4. Juni 2018 – 19°° Uhr
Amtshaus Moisburg / Auf dem Damm 5  /  21647 Moisburg
Petra Wede aus Seedorf   unterhält mit plattdeutschen Geschichten

  *  Dienstag, 2. Oktober 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Tödter“ /  Birkenweg 32  /  21646 Halvesbostel (Hollenstedt)
Gerd Pillip, Herbert Timm, Anette Meyer: Bunte plattdeutsche Mischung
*  Donnerstag, 1. November 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Deutsches Haus /  An der Kreisstraße 29  /  21279 Appel (Hollenstedt)
Heiner Schönecke (MdL) aus Elstorf: Über das Freilichtmuseum am Kiekeberg
*  Montag, 3. Dezember 2018 – 19°° Uhr
Gasthof „Emmen /  Koppelweg 2  /  21279 Hollenstedt (Emmen)
Heinrich Evers und Gerd Pillip: erzählen und singen zu Gitarre und Akkordeon

Der Eintritt zu diesen Abenden ist frei – Spenden sind willkommen
Programmänderungen vorbehalten

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Wird heute noch Plattdeutsch gesprochen?

„Plattdeutsch sprechen doch nur noch die älteren Menschen in unserer Gegend, und die plattdeutsche Sprache  stirbt doch aus“. So ist vielerorts die gängige Meinung. Doch weit gefehlt! Galt noch vor Jahren Plattdeutsch als nicht gesellschaftsfähig, so hat sich diese Einstellung heute total gewandelt. Man wird nicht mehr scheel angesehen, wenn man Plattdeutsch spricht. Nach einer Studie des Instituts für Niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen meint jeder zweite Norddeutsche (49 % der Befragten),  Niederdeutsch gut bis sehr gut verstehen zu können; 17 % bezeichneten sich als  gute bis sehr gute Plattdeutsch-Sprecher.
Früher erlernte man Plattdeutsch (oder Niederdeutsch) innerhalb der Familien. Doch noch vor wenigen Jahren war es  tatsächlich so, dass Eltern und Großeltern zwar untereinander Plattdeutsch sprachen, aber an die Kinder diese Sprache nicht weitergaben, weil sie als „unfein“ galt.  Das jedenfalls hat sich gewandelt! Wer aber jetzt nicht mehr nicht das Glück hat, in der Familie „platt zu schnacken“, für den gibt es heute eine Reihe von Angeboten Plattdeutsch zu erlernen. Bereits 1992 wurde vom Ministerkomitee des Europarats die „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen“ beschlossen; ein wichtiger Schritt zum Erhalt u.a. der niederdeutschen Sprache. Volkshochschulen bieten Plattdeutschkurse an, die durchweg gut besucht sind. Wie die plattdeutschen Abende in Hollenstedt, gibt es inzwischen vielerorts plattdeutsche Treffen, sog. „Klönkrings“, oder gesellige Zusammenkünfte, bei denen das plattdeutsche Kulturgut gepflegt wird. Es existiert mittlerweile eine ganze Reihe von plattdeutschen Theaterbühnen, es gibt plattdeutsche Musikgruppen, von denen einige weit bekannt sind, und es gibt plattdeutsche Schriftsteller, die vielfach auf Lesungen für ihre Werke, aber besonders auch für das Plattdeutsche werben, und Laienschriftsteller können heute an plattdeutschen Schreib-Wettbewerben teilnehmen.
Auch Kinder wenden sich immer wieder gern dem Plattdeutschen zu. Die frühere Vorstellung ist inzwischen aufgehoben, Plattdeutsch behindere Kinder, richtig Hochdeutsch zu lernen. Im Gegenteil: Allgemein gilt heute, wer sehr früh mehrere Sprachen lernt, kann ohne nachzudenken von einer in die andere Sprache wechseln und hat damit einen erheblichen Lernvorteil. Nach der EU-Charta für Regional- und Minderheitensprachen bieten Schulen u.a. deshalb heute Plattdeutschunterricht an. In Kindergärten wird heute teilweise  Plattdeutsch gesprochen, damit die Kinder früh an diese Sprache herangeführt werden können. Und es gibt nicht wenige Kinder und Jugendliche, die sich bereits gute Preise in plattdeutschen Vorlesewettbewerben geholt haben.

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Apfelpatenschaften

Apfelpatenschaftsalleen im Hollenstedter Raum

„Seht her, so sah das  Sortiment von Apfelbäumen vor etwa 80 Jahren aus“  könnte man seinen Kindern oder Enkeln sagen.
Denn für unsere Vorfahren waren Südfrüchte, wie Apfelsinen, Bananen usw. eine Rarität, sie wurden durchaus nicht täglich verzehrt. Um sich mit dem nötigen Obst zu versorgen, wurden an Straßenrändern und Wegen Apfel- und Birnbäume, auch Kirschen und Pflaumen  angepflanzt. In den Dörfern gab es meist kleinere Wiesen, auf denen Obstbäume gepflanzt waren, so genannte „Streuobstwiesen“.  Um eine Sortenvielfalt zu erzielen, wurden viele Sorten gezüchtet und genutzt. Besonders bei den Apfelbäumen war zu früheren Zeiten die Sortenvielfalt besonders groß. In Deutschland waren es über 1000 Sorten (mache Schätzungen sprechen sogar bis zu 5000!) mit einer riesigen Auswahl unterschiedlichster Geschmacksrichtungen. Nach dem 2. Weltkrieg jedoch rückte „Wirtschaftlichkeit“ in den Vordergrund und viele Obstbaumalleen und Streuobstwiesen fielen einer so genannten „Flurbereinigung“ zum Opfer. Seitens der EU wurden sogar Prämien für Obstbaumrodungen gezahlt. In den Regalen der Supermärkte findet man daher heute noch etwa fünf, allenfalls zehn verschiedene Apfelsorten, teils mit „langweiligem“ Geschmack.
Mit dem Verschwinden alter Apfelsorten droht auch das Aussterben wertvollen Gen-Materials, das aber für Wissenschaftler und Züchter von außerordentlicher Bedeutung ist. Verschiedene Organisationen in ganz Deutschland haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Sortenvielfalt zum Nutzen späterer Generationen zu erhalten. Dazu beizutragen ist auch Ziel unseres Vereins. Unser weiteres Ziel ist, interessierten Bürgern zu zeigen, welche Sorten evtl. für den eigenen Garten in Frage kommen.  
Wir haben deshalb in der Umgebung Hollenstedts verschiedene Alleen angelegt und konnten bisher immerhin 85 verschiedene Apfelsorten anpflanzen. Die Bestände sind zum Teil noch recht jung und bedürfen in den ersten Jahren unserer intensiven Pflege. Viele Bürger – nicht nur aus Hollenstedt – haben durch eine einmalige Spende eine sog. „Apfelpatenschaft“  für einen bestimmten Baum, und damit für eine bestimmte Sorte erworben, dies ist also nun „ihr Baum“. So konnten wir inzwischen über 140 Apfelbäume in den Patenschaftsalleen setzen.

An der Apfelpatenschaftsallee
                                                                                    zwischen Wohlesbostel und Emmen

Zu finden sind die Apfelpatenschaftsalleen:
in Ochtmannsbruch, Verlängerung der Straße „Krähenhop“ Richtung Heidenau
an einem Seitenweg der Straße zwischen Wohlesbostel und Emmen
bei Wohlesbostel am Verbindungsweg zwischen den Kreisstraßen 16 und 62

sowie einige Einzelbestände:
am Parkplatz vor dem Sportplatz in Hollenstedt
am Kindergarten Hollenstedt
am Spielplatz in Appelbek am See
in Oldendorf

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unseren
1. Vorsitzenden:  Ludwig Hauschild, Heideweg 5, 21279 Hollenstedt
Tel.: 04165 80 319
E-Mail: ludwig.hauschild@t-online.de
oder an eine Adresse, die Sie unter „Impressum-Kontakte“ finden

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Plattdeutscher Abend am 2. Mai 2018

Mittwoch, 2. Mai 2018  –  19°° Uhr              Eintritt frei   –  „Der Hut geht rum“
Gasthof „Appelbeck am See“ /  Appelbeck 14 /  21279 Hollenstedt (Appelbeck)

„Heiner und Heiner“
Ob hoch, ob platt –  för jeden watt

De Plattsnacker  Heinrich Evers              un de Volkssänger  Heiner Dreckmann 
               
Heiner Dreckmann als begeisterter Anhänger von Richard Germar und Hein Köllisch ist bekannt durch seine Auftritte im Rundfunk und auf Kleinkunstbühnen. Heinrich Evers hat das Plattdeutsche auf seine Fahnen geschrieben.  Er pflegt das  Internet-Wörterbuch „Platt för Plietsche“. Seine Lesungen „Vergnögtes op Platt“ sind sehr beliebt.

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Plattdeutscher Abend am 4. April 2018

Gasthof Emmen  /  Koppelweg 8  /  21279 Emmen  (Hollenstedt)
Mittwoch, 4. April 2018  –  19°° Uhr              Eintritt frei   –  Spenden willkommen
Plattdeutscher Abend 
mit  Heinz Tiekötter und Gerd Pillip
de Tallymann vertellt  un  Gerd singt
                 

Als Lehrjunge und später als Tallymann hat Heinz Tiekötter im Hamburger Hafen viel erlebt. Er erzählt, wie es in den 50-/60er Jahren dort zuging. Seine Geschichten trägt er mit viel Witz vor, obwohl man weiß, dass es in der Nachkriegszeit viel Not gab. Aber auch darüber, was im Dorf passiert und mit welchen Mitteln man die Widerwärtigkeiten des Lebens austrickst, berichtet er auf seine bekannt humorvolle Art.
Gerd Pillip, stets gern gesehener Gast bei uns, bringt wieder seine Gitarre mit und wird allerlei Lieder und Plattdeutsches vortragen.

 

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